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Fortsetzung Montag, der 07. Dezember 2020
 
Mit einem nationalen Liberalismus hat das Volk aber überhaupt kein Problem, im Gegenteil.
Die Antithese zum Liberalismus, der Totalitarismus, besonders in Form all seiner links-sozialistischen Varianten, wird vom Volk verabscheut.
Auch die Erzählung vom Antiamerikanismus, die ebenfalls eine jüdische ist, ist im wesentlichen abwegig.
Antiamerikanismus an sich gibt es eigentlich garnicht. Niemand hat etwas gegen Amerika, niemand hat etwas gegen echte Amerikaner. Im Gegenteil, alle Welt liebt Amerika und die echten Amerikaner.
Was keiner leiden kann, ist ein verjudetes Amerika.
Aber das verjudete Amerika darf nicht mit dem Original-Amerika verwechselt werden.
Die scheinbare Entrüstung des Juden über Antiamerikanismus hat den Zweck, das jüdische Treiben in Amerika gegen Kritik zu immunisieren, den fundamentalen Unterschied zwischen amerikanischer und jüdischer Kultur zu verwischen, Amerikanismus und Judaismus gleichzusetzen.
Die antideutsche Hetze des Juden geschieht vorzugsweise in der Form, den Deutschen Antiamerikanismus anzudichten. Es bedeutet ihm naturgemäß viel, die Amerikaner gegen die Deutschen aufzuhetzen.
Dabei liebt keiner Amerika und die Amerikaner mehr als der Deutsche. Niemanden schmerzt es aber auch mehr als den Deutschen, Amerika verjudet zu sehen.
Verjudung heißt Ökonomisierung, Kommerzialisierung, Plutokratisierung, Globalisierung.
Im Gegensatz dazu hat Amerika den Isolationismus bzw. Anti-Globalismus im Erbgut. Entsprechend ist die amerikanische Gründungsidee idealistisch, nicht materialistisch inspiriert.
 
5. Ein wichtiges Vermächtnis der Trump-Präsidentschaft ist die heftige Kritik an der internationalen Free-Rider-Politik der BRD.
Trump hat bekanntlich nie einen Zweifel daran gelassen, daß er die USA durch die BRD ausgenutzt sieht, daß er die BRD als einen schäbigen Trittbrettfahrer der USA betrachtet.
Tatsächlich ist die BRD ein Fall von multilateralem Free-Riding im großen Stil, wahrscheinlich das größte geopolitische Free-Rider-Phänomen der Weltgeschichte.
Eine ökonomische und sicherheitspolitische "Insel der Seligen" ist die BRD im wesentlichen nicht aus eigener Kraft.
Diesen Status verdankt die BRD in entscheidender Weise dem Schutz bzw. der Rückendeckung bzw. der Privilegierung durch die USA.
Allerdings haben die USA sich diesen Stand der Dinge letzten Endes selbst zuzuschreiben, indem sie nach dem Krieg den Aufstieg des Judaismus und des Sozialdemokratismus in Deutschland und Europa unterstützt und gefördert haben.
Free-Riding ist nun mal das Charakteristikum der Ideologie des Jusomitismus. Und wenn die Staatsideologie der Jusomitismus ist, hast du einen Free-Rider-Staat.
Der Jusomitismus bzw. die Jusomitenklasse ist in doppelter Hinsicht FREE-RIDER.
Zum einen ist die Jusomitenklasse Free-Rider auf Kosten des Volkes, dessen Staatsgebiet sie sich als "Zuhause" ausgesucht hat.
Zum andern ist sie Free-Rider auf Kosten der äußeren Mächte, denen sie ihre politische Herrschaft, ihre Sicherheit und ihren materiellen Wohlstand verdankt.
Die derzeitige Weltordnung, oder besser gesagt: die derzeitige Ordnung der "westlichen Welt", ist gekennzeichnet durch die Rivalität dieser beiden Herrschaftskonzepte: auf der einen Seite das traditionelle Konzept der Herrschaft des Volkes im völkischen Nationalstaat, auf der anderen Seite das Konzept der supranationalen, transvölkischen, globalen Herrschaft der Jusomitenklasse.
Durch die aggressiven Expansionsbestrebungen der Jusomitenklasse befindet sich diese internationale Ordnung in starker Transformation.
Noch gibt es ein Nebeneinander der beiden Herrschaftskonzepte, noch existieren sie in Überlagerung, so daß wir gegenwärtig noch von einer hybriden Weltordnung sprechen können.
Noch gibt es ein relatives Übergewicht des Power-Masters oder Power-Hosts über den Power-Charge oder Power-Client sowohl auf nationaler (Staatsvolk über nationale Jusomitenklasse) wie auf internationaler Ebene (geopolitische Schutzmacht über globale Jusomitenklasse).
Noch ist die nationale Jusomitenklasse dem Staatsvolk nur übergestülpt ohne seinen Vorrang vollständig ausgeschaltet zu haben.
Noch ist die globale Jusomitenklasse der völkisch-nationalen Staatenordnung nur übergestülpt ohne ihre Geltung vollständig aufgehoben zu haben.
Noch ist das Konzept der demographisch-geographisch entgrenzten Klassenherrschaft der Jusomiten, welches das Existenrecht souveräner demographisch-geographischer Nationalstaaten verneint und bestreitet, keine vollendete Tatsache.
Das Bestreben des Jusomitismus geht aber dahin, das traditionelle Konzept der Herrschaft des Volkes im völkischen Nationalstaat vollständig durch die globale Herrschaft der Jusomitenklasse zu ersetzen.
Die Tolerierung bzw. Hinnahme der Free-Rider-Politik der BRD bzw. des Jusomitismus ist für die USA in jeder Hinsicht abträglich:
- Direkte Schädigung durch die BRD, indem die USA Lasten tragen, die die BRD selbst zu tragen hätte.
- Mit der von den USA abgeleiteten Stärke betreibt die BRD sehr wirksame und erfolgreiche europäische Machtpolitik, die für transatlantische Spaltung sorgt.
- Unter dem starken Einfluß der BRD bildet das jusomitische EUropa einen die amerikanischen Interessen schädigenden bzw. gegen die USA gerichteten geopolitischen Machtblock.
- Das unnatürlich-künstlich erstarkende jusomitische EUropa wirkt in schädlicher Weise auf die USA zurück. Die US-Jusomitenklasse erfährt durch das jusomitische EUropa zusätzliches Momentum. Sie benutzt das in Wirklichkeit politisch nicht lebensfähige bzw. unnachhaltige EUropa als ideologisches Referenzmodell.
- Im Verhältnis zu geopolitischen Rivalen wie Rußland und China werden die USA durch das deutsche bzw. EUropäische Free-Riding geschwächt.
Der Jude im besonderen ist nochmal in besonderer Weise treibende Kraft im Free-Riding generell.
An verhängnisvollsten wirkt sich das aus in Form der ökonomistisch-plutokratisch-mammonistischen Entartung der amerikanischen Gründungsdemokratie zum jusomitischen Herrschaftsmodell.
Der Jude profitiert von allen Wirkungen des nationalen wie internationalen Free-Ridings, weshalb er Unterstützer sowohl der jusomitischen Staatspolitik der BRD wie auch des EUropäischen Projektes wie auch der Idee der globalen jusomitischen Klassenherrschaft ist, die heute unter dem Schlagwort des Multilateralismus firmiert.
Der völlig aus dem Ruder geratene Staats-Philosemitismus in den wichtigsten Staaten des Westens ist eine selbstverschuldete absurde Tragödie.
 
6. "Unsere Sache geht weiter"?
Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt?
Anerkennung der Annexion palästinensischen Gebietes durch Israel?
Überlebensgarantie für den Staat Israel?
Garantie für die israelische Hegemonie in der Region?
(Kriegs-)Drohungen gegen den Iran?
Provokationen gegen den Iran?
Tötung der iranischen Staatselite?
Bildung einer pro-israelischen Allianz in der Region auf judaistisch-ideologischer Basis ("Abrahamische Verträge")?
Und ähnliches?
Diese Sache geht lieber nicht weiter.
 
7. "Koalition streitet über Demo der «Querdenker»"?
"«Querdenker»-Demo in München verboten"?
"Geht das jetzt immer so weiter?"?
Die Systemklasse hat garnichts "zuzulassen", wenn das Volk sich versammelt, ganz unabhängig davon, wie es sich versammelt.
Wenn das Volk sich versammelt, hat die Regierung respektvoll und offenen Sinnes und Herzens hinzusehen und hinzuhören und in Demut vor dem Volk das Haupt zu beugen.
Stattdessen lesen wir in einem Wutkommentar FAZ, daß die demonstrierenden Querdenker sogar "Feinde der Freiheit" sind, weil sie sich nicht trollen, obwohl aus dem Polizei-Lautsprecher der Befehl dazu gekommen ist.
Aber wie könnte es anders sein: der Nervositätspegel der Systemklasse steigt und steigt.
Je höher die Nervosität desto intensiver die Verschwörungsgeschäftigkeit des Systems gegen das Volk und desto prekärer die der Gesellschaft verbleibenden Freiheiten.
Von FREIHEIT als einer allgemeinen Kondition der Gesellschaft kann schon lange keine Rede mehr sein.
FREIHEIT ist in einem jusomitischen System von vornherein nicht gegeben.
Was wir erleben ist eine Verschärfung des Kontroll- und Unterdrückungsregimes mit einer Strategie der niedrigschwelligen allmählichen Gewöhnung der Gesellschaft an die Krisennormalität.
Aber so läuft es nicht. Es ist mit dem Selbstverständnis freier Menschen nicht vereinbar, daß eine selbstherrliche Obrigkeit dem Volk nach Lust und Laune Freiheiten gewährt oder entzieht.
Letzten Endes ist der Kampf zwischen liberaler Demokratie und Jusomitensystem, zwischen Volk und Systemklasse ein Kampf zwischen gegensätzlichen Menschenbildern.
Daß ihr eure liebe Not damit habt, euer politisch und moralisch verrottetes System und seine vielfältigen Krisen unter Kontrolle zu bringen, haben alle begriffen.
Aber mit eurer Miteinander-Füreinander-Gebetsmühle seid ihr auf dem Holzweg.
Es gibt kein Vertrauen zwischen Volk und Systemklasse. Das Verhältnis zwischen Volk und Systemklasse ist von Anfang an ein zerrüttetes.
Das Volk soll "trifftige" Gründe vorweisen, damit es von seinen Rechten und Freiheiten Gebrauch machen kann? Für die Systemklasse sind ihre eigenen Gründe "trifftig" genug. "Trifftig" ist vor allem, was für die Aufrechterhaltung der Funktionalität des Systems nötig ist.
Laßt euch für die Bewältigung eurer Krisen was anderes einfallen. Die Verantwortung des Volkes ist es, seine Freiheit zu verteidigen, nicht das Funktionieren des Jusomitensystems sicherzustellen.
Die angeblich Corona geschuldeten Freiheits- und Grundrechtsbeschneidungen haben mit Gesundheit und Hygiene bzw. medizinischer Sicherheit im wesentlichen nichts zu tun.
Im Kern handelt es sich bei diesen Maßnahmen um reine Machtdemonstrationen des Systems gegen das Volk. Die systemischen Reaktionen auf die Coronakrise sind nur eine andere Spielart der generellen Einstellung des Systems gegenüber dem Volk. Die generelle Einstellung des Systems ist der Machtkampf gegen das Volk.
Apropos Weihnachten. Der Verdacht liegt nahe, daß die dreisten Vorstellungen, die das System davon hat, wie das Volk Weihnachten privat zu feiern bzw. nicht zu feiern hat, auch eine anti-christliche Note haben.
Angesichts der starken jüdische Züge des System wäre es weltfremd, das auszuschließen.
Man lasse sich nicht täuschen von unseren polit-christlichen Pharisäern mit ihren pathetischen Symbolgesten, die sie dann auch alsbald wieder relativieren (Kreuze in öffentlichen Gebäuden).
Wenn du in der BRD dazugehören oder gar Karriere machen willst, mußt du dich entscheiden: christliche Frömmigkeit oder System-Frömmigkeit.
 
8. Israel - dieses "winzige Land"?
Die Juden - diese "winzige Minderheit"?
Diese Standard-Versatzstücke jüdischer Argumentation gehen geflissentlich an der Sache vorbei.
Das Volk hat gute Gründe antisemitisch zu sein und sei es nur das Mißvergnügen über die aufgeblasene Präsenz "jüdischen Lebens" bzw. die aufgeblasene Befassung mit jüdischen Befindlichkeiten im gesellschaftlichen Leben der westlichen Zivilisation.
Noch der dümmste, vulgärste, ordinärste, absurdeste, abwegigste Blödsinn erfährt, wenn er nur von geltungsbedürftigen Juden kommt, eine systemisch-künstliche Aufmerksamkeit und Hochwertung, die jedem Sinn für Normalität Hohn spricht.
Der ganze systemische Juden-Bohei sprengt alle vernünftigen Proportionen.
Die Politik der Judenvernichtung durch die Nazis war in doppelter Hinsicht ein Fehler - ein Fehler im Hinblick auf die Juden und ein Fehler im Hinblick auf die Deutschen.
Dieser Doppelfehler hat die Juden überlebensgroß und die Deutschen - und mit ihnen den ganzen Westen - sozusagen unterlebensklein gemacht.
Nötig ist ein nachhaltiges Verhältnis zwischen dem Westen und dem Juden.
Der Jude gehört auf jüdisches Normalmaß gestutzt und der westlichen Zivilisation ist die Wertschätzung zu erweisen, die ihr zukommt.
Falsche Toleranz für "jüdisches Leben" und erst recht falsche Bevorzugung "jüdischen Lebens" führt ins Verderben.
"Jüdisches Leben" ist ein Schaden für die westliche Zivilisation.
Nicht die Blüte "jüdischen Lebens" liegt im westlichen Interesse sondern sein Welken.
"Jüdisches Leben" ist ein Schaden für die Freiheit des Volkes; also ist "jüdisches Leben" so zu organisieren, daß es für die Freiheit des Volkes nicht schädlich ist.
Die autistische Fixierung auf Geld und Profit, das autistische Zusammenraffen von Reichtum und Vermögen ist der westlichen Kultur fremd.
Der ganze plutokratische Gruppen-Autismus des Juden kann für den christlichen Abendländer gar nichts anderes sein als fremd.
Der kulturelle Graben zwischen dem Weißen und dem Andersrassigen ist nicht so tief wie der zwischen dem Weißen und dem Juden.
Der kulturelle Graben zwischen dem weißen Abendländer und dem Andersrassigen mag im Einzelfall überwindbar sein; der Graben zwischen dem weißen Abendländer und dem Juden ist es nicht, auch nicht zwischen dem weißen Abendländer und dem weißen Juden. Dieser Graben ist unüberbrückbar.
"der christlich-jüdischen Versöhnung und Verbundenheit"?
"Antisemitismus ist ein Angriff auf europäische Werte"?
"ein Angriff auf die Menschlichkeit und auf das Menschsein an sich"?
"Wenn der Antisemitismus ansteige, sei etwas in der Demokratie faul"?
Dieser Unsinn muß aufhören.
Antisemitismus ist eine legitime Haltung, ein Menschenrecht.
Das Volk hatte und hat immer gute Gründe, mit Mißtrauen, Mißfallen, Mißbillgung auf den Juden zu schauen.
 
9. Kennen Sie den?
Jahreskonferenz des internationalen Branchenverbandes der Auftragskiller. Diesjähriges Schwerpunktthema: Fachkräftemangel.
Sagt der PRÄSIDENT: Liebe Freunde, wie immer gibt es Licht und Schatten.
Auf der einen Seite brummt die Weltwirtschaft.
Immobiliengeschäft, Internet-Versandhandel, Finanzindustrie, Glücksspiel, Menschenhandel, Film- und Fernseh- und Medienindustrie, soziale Netzwerke, Daten- und Werbeindustrie, Schlepper & Schleuser, Kunst, Edelsteine und -metalle, elektronische Geräte - alles boomt.
Unsere Branche macht erfreulicherweise keine Ausnahme, ganz im Gegenteil.
Andererseits stellt die global immer wilder um sich greifende Political Correctness eine schmerzhafte Verschlechterung unseres geschäftlichen Umfeldes dar. Und da sind wir schon in medias res - zu wenig qualifizierter Nachwuchs im Bereich Frontline-Operatives.
Deshalb möchte ich unsere führenden Regionalsektionen mal um Vorschläge bitten.
Sagt der AMERIKANISCHE DELEGIERTE: Wir müssen durch mehr Lobbyarbeit unser Image in Hollywood aufpolieren.
Sagt der ISRAELISCHE DELEGIERTE: Wir müssen die Arbeitshonorare deutlich anheben.
Sagt der RUSSISCHE DELEGIERTE: Wir müssen den patriotischen Charakter unserer Arbeit stärker herausstellen.
Sagt der SAUDI-ARABISCHE DELEGIERTE: Wir müssen die Arbeitswerkzeuge unserer Leute modernisieren.
Fragt der PRÄSIDENT: Was ist mit euch Deutschen?
Sagt der DEUTSCHE DELEGIERTE: Wir schlagen eine Frauenquote vor.
Im übrigen habe ich eine gute Nachricht. Unsere Kanzlerin will nach ihrer Zeit als Politikerin eine Nachwuchsschmiede für unseren Berufsstand aufmachen.
Wie sie im Lauf ihrer Karriere ihre politischen Feinde, einen nach dem anderen, abserviert hat ist ja legendär. Jetzt will sie ihren Killerinstinkt zu Geld machen.
Allerdings will sie methodisch ganz in der Tradition der Bundesrepublik Deutschland als Softpower-Weltmacht bleiben: keine Knarren und kein Nervengift, sondern eine Kombination aus Moralinsäure und tötenden Blicken.
 

 
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Donnerstag, der 15. Januar 2021
 
► Aus einem "WELTplus"-Artikel von Henryk M. Broder mit der Überschrift "Coronakrise / Ein Virus namens Antisemitismus" (Mittwoch, 08 April 2020):
 Anfang Längeres Zitat  Ich bin, ebenso wie die Bundesregierung, der Meinung, dass der Antisemitismus ein Virus ist. Wie andere Bakterien und Viren macht es Latenzphasen durch, die zu der Hoffnung verführen, es sei ausgestorben, nur um irgendwann wieder auszubrechen. Das Virus befällt Judenhasser, aber die eigentlichen Opfer sind Juden.  Ende Längeres Zitat 
► Aus einem "welt.de"-Artikel von Alan Posener mit der Überschrift "Die Partei / Martin Sonneborn ist das neueste Opfer der Humorlosigkeit" (Donnerstag, 14. Januar 2021):
 Anfang Längeres Zitat  Was darf Satire? Fast nichts. Da immer mehr Gruppen ihren Opferstatus entdecken, kann man eigentlich nur noch Witze über Juden machen. Kennen Sie den? Cohen kommt in einen Lebensmittelladen und zeigt auf ein Stück Schinken: „Geben Sie mir von dem Fisch da.“ „Aber mein Herr, das ist Schinken!“ „Habe ich Sie nach seinem Namen gefragt?“  Ende Längeres Zitat 
► "faz.net"-Artikel von Frank Lübberding mit der Überschrift "TV-Kritik: Maybrit Illner / Nicht mehr nachvollziehbare Irrationalität" (Freitag, 15. Januar 2021):
 Anfang Längeres Zitat  Am Donnerstag gab es eine interessante Meldung vom Präsidenten der Vereinigung der Intensivmediziner, Gernot Marx. Es sähe so aus, „als hätten wir den Höhepunkt bei den intensivpflichtigen Patienten überschritten“. Außerdem bestritt er die Notwendigkeit der allerorten gefürchteten Triage und hielt den 26. Januar für ein gutes Datum für neue Entscheidungen. Dann ließe sich gut beurteilen, was „die richtigen Maßnahmen“ seien. Natürlich kannte Marx die Problematik der mutierten Viren schon am Mittwoch. Jetzt stellen wir uns aber am Freitagmorgen die Frage, warum am Donnerstagabend plötzlich nichts mehr davon richtig gewesen sein soll?
Epidemiologisch und virologisch hat sich nichts geändert. Was sich geändert hat, ist die von einer nicht mehr nachvollziehbaren Irrationalität bestimmte Politik. Sie ist in den Modus panikartiger Entscheidungen gewechselt, wo wir Bürger alle paar Stunden mit Kurswechseln rechnen müssen, denen es offenkundig an einem Minimum an Logik fehlt.
Diese Sendung von Maybrit Illner war ein erschütterndes Dokument für diesen Sachverhalt. Tatsächlich kam niemand mehr auf die Idee, diese Sichtweise des Vormittags am Abend überhaupt noch zur Kenntnis zu nehmen. Stattdessen wurde munter drauflos räsoniert: So traf der Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach (SPD) die seltsame Aussage, mit dem mutierten Virus und deren höheren Infektiösität habe niemand rechnen können. Es ist eine uralte wissenschaftliche Erkenntnis, dass sich solche Effekte bei Influenza- und Coronaviren feststellen lassen. Noch besser wurde es, als Lauterbach gleich von einer Art „neuen Pandemie“ sprach. Wieso ist es eine neue Pandemie, weil ein Virus zwar infektiöser, aber keineswegs letaler ist? Es gibt zudem keinen Hinweis, dass diese Mutationen an dem bisherigen demographischen Risikoprofil etwas ändern könnten.
Wir wissen nichts, macht aber nichts
Lauterbach repräsentiert jenen Typus, der schon immer alles weiß. In Wirklichkeit wissen wir gar nichts. Wir wissen zur Zeit nicht, wo sich die Menschen anstecken. Es fehlt weiterhin an repräsentativen Studien, die soziale Merkmale wie den Beruf und die damit verbundenen Risiken umfassen. Wir wissen auch nicht, wie viele Menschen sich aktuell infizieren. Es werden seit längerem nur noch mit Menschen mit Symptomen getestet. Es gibt zudem keine Statistik über die Zahl und die Ergebnisse bei Schnelltests. Diese Daten werden nicht erhoben. Wir wissen noch nicht einmal, wie sich die neuen Virusvarianten in der Bevölkerung ausbreiten. Bisher wurden die dafür nötigen Genom-Sequenzierungen bei uns nicht gemacht.
Es gab übrigens keinen einzigen Virologen, der darin in den vergangenen bald zwölf Monaten ein ernsthaftes Problem gesehen hätte. Stattdessen zogen vor einigen Tagen Fachgesellschaften mit Hilfe der Medien eine alte Forderung zur Genom-Sequenzierung aus der Zeit vor der Pandemie aus der verbandspolitischen Mottenkiste. Das Ziel war klar: Das eigene Versagen, wenn es überhaupt eines sein sollte, dem Bundesgesundheitsminister in die Schuhe zu schieben. Jens Spahn hat einen schweren Stand, selbst wenn er Selbstverständlichkeiten formuliert. So machte er in einem Einzelinterview abermals deutlich, dass die Knappheit an Impfstoffen in der Anfangsphase unvermeidlich zu den Restriktionen einer Impfstrategie gehören wird. Jeder wusste das, nur hat es auch fast jeder längst vergessen. Spahn ist aber der Vorwurf zu machen, in der Impfdebatte den auf allen Medienkanälen grassierenden Irrationalismus nachgegeben zu haben.
„Gemeinschaftsschutz“ und „Bankrotterklärung“
Kein Wunder, wenn der öffentliche Diskurs von einer kollektiven Amnesie geprägt wird. Nur sind dafür nicht immer die sozialen Medien und irgendwelche dubiosen Internetseiten verantwortlich, wie es der Unterhaltungskünstler Eckart von Hirschhausen vermutete. Vielmehr eine Politik, die auf der Grundlage nicht vorhandenen Wissens innerhalb von Stunden ihre Meinung ändert. So hielt von Hirschhausen zwar die Debatte über eine eventuelle Impfpflicht „für Unsinn“. Doch glaubt er ernsthaft, die Impfbereitschaft zu erhöhen, wenn man statt von „Herdenimmunität“ plötzlich von „Gemeinschaftsschutz“ spricht? Der Entertainer erfand Probleme, um sie anschließend zu lösen. Kurioserweise nannte er im nächsten Satz den eigentlichen Grund für die verbreitete Impfskepsis: Es gäbe „bis heute keine evidenzbasierte Entscheidungshilfe“. Die kann es nicht geben, weil in dieser kurzen Zeit noch nie ein Impfstoff auf den Markt gebracht worden ist.
Trotzdem ist das damit verbundene gesundheitliche Risiko überschaubar, wie es die Göttinger Allgemeinmedizinerin Eva Hummers als Mitglied der Ständigen Impfkommission erläuterte. Deren Nüchternheit passte ansonsten nicht in diese Runde. Auslöser der Debatte über die Impfpflicht waren übrigens nicht dubiose Internetseiten. Die durften sich vielmehr mit ihren Warnungen bestätigt sehen, hatten sie doch deren Einführung prognostiziert. Vielmehr kam sie vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der diesen Seiten damit ein Konjunkturprogramm verschafft haben dürfte. Claudia Kade brachte das Defizit dieser trumpesken Rhetorik gut auf den Begriff: Die Redakteurin der „Welt“ nannte es eine „Bankrotterklärung“, wenn der Staat eine Impfpflicht einführen müsste.
Was soll extrem hart sein?
Aber es sollte noch besser werden. Schließlich durfte Lauterbach noch seine These vom „extrem harten Lockdown“ herausposaunen. Der Hintergrund war die von verschiedenen Zeitungen berichtete Idee, einer weiteren Verschärfung. Danach soll die Bundeskanzlerin sogar über die Einstellung des ÖPNV und des Fernverkehrs gesprochen haben. Natürlich könnte man der Logistikbranche die Heimarbeit verordnen. Dann säßen wahrscheinlich Fernfahrer und Lokomotivführer vor dem Computer, um nur virtuell existierende Waren auszuliefern. Das ist noch nicht gemeint, kann aber noch kommen.
Aber was ist dann mit dem von Lauterbach geforderten „extrem harten Lockdown“ gemeint, fragte Frau Hummers. Es müssen nämlich weite Teile der Gesellschaft weiterarbeiten, um wenigstens die existentiellen Grundbedürfnisse der Bürger sicherzustellen. Eine Antwort auf diese Frage bekam die Allgemeinmedizinerin von Lauterbach nicht. Es geht eben nicht nur um Ärzte, das Pflegepersonal in den Altenheimen oder die Angestellten im Supermarkt. In einer hochkomplexen und arbeitsteiligen Wirtschaft lässt sich die sogenannte „Systemrelevanz“ gar nicht definieren. Am Ende bricht die Kette, weil ein Ersatzteil in einer Lebensmittelfabrik fehlt – und man das Personal des Lieferanten nach Hause geschickt hat. Die Anhänger solcher Thesen haben das ökonomische und soziologische Verständnis eines Subsistenzbauern aus dem Mittelalter. Es hat allerdings in Friedenszeiten noch nie den Versuch gegeben, solche Strategien systematischer Selbstverstümmelung umzusetzen. Selbst in Kriegen gab es zumeist die Bemühung, die Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft aufrechtzuerhalten.
„Ruin der deutschen Volkswirtschaft“
Der extrem harte Lockdown überschritt sogar die Schmerzgrenze von Michael Kretschmer (CDU). Das bedeutete den „Ruin der deutschen Volkswirtschaft“, formulierte es der sächsische Ministerpräsident. Nur konnte er leider auch nicht definieren, wie und mit welchen staatlichen Maßnahmen er eine weitere Kontaktreduzierung erreichen will. Stattdessen versuchte er wieder einmal Schuldige zu definieren, die für das Scheitern dieser Strategie verantwortlich zu machen sind. Die Logik dieses Ansatzes lautet: wenn alle mitmachten, gäbe es das Virus nicht mehr. Nur infizieren sich jeden Tag Menschen, die wahrscheinlich mitgemacht haben – etwa vor wenigen Wochen die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckhardt. Ist sie schuldig oder unschuldig? Es ist schlicht die falsche Frage. In Wirklichkeit ist es ein Skandal, in einer vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft überhaupt nach Schuldigen zu suchen. Das sind die atavistischen Verhaltensweisen vormoderner Gesellschaften.
So war diese Sendung das Spiegelbild einer Debatte, die am Abend schon vergessen hat, was sie am Morgen noch wusste. Aus der Perspektive der Systemrelevanz eines „extrem harten Lockdowns“ wäre sie überflüssig zu nennen. Das damit für die Beteiligten verbundene Infektionsrisiko kann man durch Aussetzung reduzieren. Unter Umständen gilt das sogar für das ZDF insgesamt. Das könnte in den kommenden Wochen alle Krimis aus dem Archiv in einer Dauerschleife wiederholen, lediglich einmal am Tag unterbrochen von einer Mitteilung der Bundesregierung. Die alten Shows mit Peter Alexander gingen natürlich auch als Angebot an die Jugend: Die Verantwortlichen im Sender könnte das als Beitrag zur historischen Bildung vermitteln.
Die desaströse Lage unserer Bildungsinstitutionen war leider kein Thema bei Maybrit Illner. Dafür schlug von Hirschhausen vor, die Älteren könnten nach der Pandemie wegen des Klimawandels als Dank an das Mitmachen der Jugend „auf Kreuzfahrten verzichten“. Eine originelle Idee, die man nur auf ihn selber anwenden sollte: Der Verzicht auf seine Unterhaltungsformate wäre klimapolitisch in Erwägung zu ziehen. Wer damit belohnt werden würde, ist aber unklar.
Die meisten Jugendlichen würden noch nicht einmal merken, dass überhaupt etwas fehlt. Dafür bestimmt die Senioren auf den Kreuzfahrtschiffen. Wir wünschen gute Fahrt!  Ende Längeres Zitat 
 Censeo → 
Kennen Sie den?
Ein HIV-Virus, ein Corona-Virus und ein Antisemitismus-Virus sprechen über ihre Zukunftspläne.
Sagt das HIV-Virus: Ich will demnächst Jens Spahn einen Besuch abstatten.
Sagt das Corona-Virus: Ich will demnächst Karl Lauterbach einen Besuch abstatten.
Sagt das Antisemitismus-Virus: Ich will demnächst Josef Schuster einen Besuch abstatten.
Sagen das HIV-Virus und das Corona-Virus unisono: Da hast du dir aber eine Menge vorgenommen.
Sagt das Antisemitismus-Virus: Wir haben schon so vieles geschafft. Wir schaffen das.
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